Interview mit ROBERT GWISDEK

Wie schafft man es, als Gesunder einen Tetraplegiker zu verkörpern, dessen Arme und Beine gelähmt sind?

Ich hatte einen Rollstuhl zuhause, mit dem ich zwei Monate lang herumprobiert habe. Zwei behinderte Lehrer – beide sitzen seit mehreren Jahren im Rollstuhl - haben mir sehr viel gezeigt, einer von ihnen war sogar noch schwerer behindert als Ben. Ich habe geübt, mich fortzubewegen, ohne dabei zum Beispiel meine Fingermuskeln aktiv zu benutzen, sondern nur die Streckmuskeln; wie man es schafft, auf diese Art und Weise trotzdem Messer und Gabel zu benutzen. Oder ich musste lernen, aufzustehen oder in mein Auto einzusteigen, ohne meine Bauchmuskeln einzusetzen. Es ist irrwitzig, wie lange einfache Dinge wie Anziehen so dauern und welche Geduld man braucht.

Für die Schwere seiner Behinderung hat Student Ben eine erstaunlich unsentimentale, zynische Art, damit umzugehen.

Das fand ich besonders spannend und herausfordernd. Ben ist von Natur aus ein kluger, durchsetzungsstarker Typ. Nur hat ihn leider ein Unfall vor 7 Jahren an den Rollstuhl gefesselt. Nun ist er lebenslänglich auf Hilfe von außen angewiesen, an einen Zivi gebunden, der ihm bei bestimmten Sachen hilft. Das macht ihn sarkastisch. Er ist ein Krieger in einem Maulwurfskörper, dessen Waffe seine große Klappe ist. Doch sein lockerer Umgang mit seiner Behinderung täuscht. Das Laute, Extrovertierte an ihm ist bei näherem Hinsehen auch Zynikpanzer, hinter dem ein verletzlicher Kern steckt. Beim Spielen habe ich versucht, diese Verletzlichkeit nicht zu verstecken, indem ich, obwohl er derselbe bleibt, zeige, dass er mit vielen Sachen nicht umgehen kann. Mir ging es darum, erfahrbar zu machen, warum er diesen krassen Hass hat.

Wart ihr - Dietrich Brüggemann und Du - Euch von Anfang an einig über die Figur?

Wir haben einen ziemlich ähnlichen Humor und auch eine ähnliche Art zu sprechen und zu denken. Dietrich legt als Regisseur viel Wert auf die Betonung und Sprechweise, er hat sehr genaue Vorstellungen von Timing und wie man formuliert. Wie Ben sich zu seiner Behinderung verhält, ist also eine Art Synthese aus seiner und meiner Person plus der Behinderung, die dazukommt. Ich habe sehr viel bei dieser Zusammenarbeit gelernt. Was ich besonders mochte an dem Buch, war dieser sehr schöne Mix aus Absurdität, Realismus und sehr langen Einstellungen. Es gibt zum Beispiel eine 12 Drehbuchseiten lange Autofahrt, wo jeder Redakteur erst mal die Hände über dem Kopf zusammenschlägt. Aber Dietrich und Anna haben ein sehr gutes Gespür dafür, wann etwas zu ernst oder bedeutungsschwanger wird. Dann brechen sie diesen Moment mit ihrem sehr eigenen Humor.

Hier im Kino

Klebe und gewinne

RENN, WENN DU KANNST und Kodak verlosen zwei Playsport Videokameras!

So könnt ihr gewinnen: Während der Kinotour verteilen Dietrich Brüggemann und die Darsteller Aufkleber mit den markantesten Sprüchen des Films. Klebt einen oder mehrere der RENN, WENN DU KANNST Aufkleber an einen landschaftlich - schönen, skurrilen oder lustigen Ort und haltet das Ganze fotografisch fest. Schickt euer Foto an aufkleber@public-insight.de.

Die zwei schönsten Fotos werden mit einer Playsport Videokamera von Kodak prämiert. Teilt euer Foto gerne auch mit den Facebook Freunden von Kodak – postet es ganz einfach auf die Pinnwand unter www.facebook.com/kodakdeutschland.

Solltet ihr es nicht zur Tour geschafft haben, könnt ihr die Aufkleber zum Kinostart am 29. Juli 2010 auch in den Kinos bekommen, in denen RENN, WENN DU KANNST gezeigt wird.

Kodak

Adrenalinjunkies aufgepasst: Die KODAK PLAYSPORT ist genau so abenteuerlustig wie Sie. Und sie ist nicht wasserscheu. Die robuste kleine Videokamera ist wasserdicht bis 3 m (10 Fuß) und hält Ihre Erlebnisse in 1080p HD fest.

Aber keine Angst vor unscharfen Aufnahmen, wenn es mal hoch hergeht: Dank der integrierten Bildstabilisierung der KODAK PLAYSPORT haben Verwacklungen keine Chance. Ob Wasser, Schnee oder Schlamm – dieser Kamera kann so schnell nichts schaden.

Einsendeschluss ist der 30. August 2010.

Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Barauszahlung und Eintausch der Gewinne sind nicht möglich.
Mitarbeiter der veranstaltenden Firmen sowie angeschlossener Agenturen und deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Möglichkeit einer Mehrfachteilnahme sowie die Teilnahme über gewerbliche Gewinnspiel-Services sind ebenfalls ausgeschlossen.